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Wenn Gutmütigkeit ausgenutzt wird: der Knochenmarkspende-Kettenbrief

Das allseits offene Medium Internet verführt offenbar einige der Beteiligten, die Gutmütigkeit ihrer Zeitgenossen zu mißbrauchen. Nicht unbedingt etwas ganz Neues, jedoch andererseits "nicht totzukriegen" sind dabei die immer wieder kursierenden Kettenbriefe.

Bereits vor Erfindung des E-Mails kursierten bereits in der normalen Briefpost derartige Nachrichten, in der die Empfänger aufgefordert wurden (meist unter Androhung schwerster göttlicher Bestrafungen), diesen Brief an mindestens drei, vier, fünf, sechs oder mehr weitere Personen zu versenden und dem ältesten Absender etwas zukommen zu lassen. Dabei wurde in Aussicht gestellt, man selbst erhielte nach einigen Wochen ebenfalls eine beachtliche Belohnung.

Heute, im Zeitalter des Mail-Verteilerlisten, fragt man bei den Empfängern um Hilfsleistungen an, um sie zu einer Reaktion zu bewegen. So behauptet der besagte Knochenmarkspende-Kettenbrief, es handle sich um eine lebensrettende Aktion von hoher Dringlichkeit. Elektronisch verbreitet sich eine solche Nachricht natürlich um ein Vielfaches schneller als früher per Briefpost. Die katastrophale Wirkung: nicht selten werden dabei Mailserver, die eigentlich etwas Besseres tun sollten, überlastet und zum Absturz gebracht. Ein Artikel der TU Berlin schildert weitere Einzelheiten ...

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13.7.2002 - "XTraTriX präsentiert Tips, Infos, Aktuelles" sind Beiträge der Redaktion.
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