Kaiser Wilhelm II. von Preußen

Die linksrheinisch, flußaufwärts aufgestellte Statue zeigt Kaiser Wilhelm II. von Preußen. Sie steht im Süd-Westen der Hohenzollernbrücke, südlich des Kölner Hauptbahnhofes, somit zwischen Bahnhof und Kölner Dom.

Reiterstatue des Kaiser Wilhelm II. von Preußen vor der Hohenzollernbrücke

Hohenzollernbrücke Köln: Reiterstatue des Kaiser Wilhelm II. von Preußen


Kaiser Wilhelm II. von Preußen wurde am 27.1.1859 geboren und starb - lange nach dem Ende seiner Regentschaft - am 4.6.1941. Er regierte von 1888 an bis zum Ende des Ersten Weltkrieges, also 1918 das Deutsche Reich.


Mit ihm beginnt für das Reich das Wilhelminische Zeitalter (auch: Wilhelminismus) - dieser Kaiser liebt den äußeren Pomp, Militarismus ("Säbelrasseln") und Nationalismus.

Derweil (oder dadurch?) zerfällt das durch Otto von Bismarck aufgebaute und über lange Jahre bewährte Bündnissystem. Das Reich gerät in eine Zweifrontenbedrohung zwischen Frankreich und Rußland. Diese Situation mündet bekanntermaßen letztendlich in den Ersten Weltkrieg.


1890 Bereits im zweiten Jahr seiner Regentschaft entläßt der gerade 30jährige Kaiser seinen 75jährigen Reichskanzler Otto von Bismarck am 20. März 1890 aus dem Amt. "Der Lotse geht von Bord" titelt eine berühmt gewordene Karikatur in einer englischen Zeitung. Auf dem Bild sieht man Bismarck von Bord eines Kriegsschiffes gehen (Bismarck stirbt wenige Jahre später 1898 zurückgezogen, jedoch nicht ohne die für Deutschland drohende Gefahr eines Krieges mehrmals und eindringlich vorhergesagt zu haben).
1892 Nachdem der Rückversicherungsvertrag zwischen Rußland und Deutschland, den Bismarck 1887 geschlossen hatte, 1890 nicht erneuert worden war, vereinbaren Frankreich und Rußland eine erste Militärkonvention.
1904 Die "Entente cordiale", das französisch-britische Bündnis von 1904 ist nur ein Beispiel aus einer Vielzahl veränderter internationaler Vereinbarungen in diesen Jahren. In Europa entsteht eine völlig neue Konstellation der Mächte, bei der sich zuletzt das Deutsche Reich (gemeinsam mit Österreich-Ungarn) einem Machtblock von England, Frankreich und Rußland gegenübergestellt sieht.
1907-11 Die Hohenzollernbrücke wird als kombinierte Eisenbahn- und Straßenbrücke neu gebaut.
  Ebenfalls während dieses Zeitraums werden die hier beschriebenen Reiterstatuen erstmals aufgestellt.
1914 Die "Schüsse von Sarajewo" am 28. Juni 1914, das Attentat eines bosnischen Studenten auf den österreichischen Thronfolger Franz Ferdinand, werden zum Auftakt für den Ersten Weltkrieg.
  Am 1. August 1914 erklärt Deutschland in der Folge der Ereignisse Rußland den Krieg; bereits am 3. August folgt die Kriegserklärung Deutschlands gegen Frankreich.

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