Kaiser Wilhelm I. von Preußen

Die rechtsrheinisch, flußaufwärts (südöstlich der Hohenzollernbrücke) aufgestellte Statue zeigt Kaiser Wilhelm I. von Preußen.


Er wurde am 22.3.1797 geboren und regierte Preußen von 1858, offiziell als König ab 1861 bis 1888 (gestorben am 9.3.1888). Ab 1871 ist er zusätzlich Deutscher Kaiser. Während seiner Regentschaft spricht man von einer "Neuen Ära". Liberale Kräfte gewinnen Auftrieb, sowohl als Minister als auch im gewählten Parlament.

Hohenzollernbrücke Köln: Reiterstatue des Kaiser Wilhelm I. von Preußen

Ebenfalls während dieser Zeit betritt Otto von Bismarck (geboren 1815, verstorben 1898) im preußischen Deutschland die politische Bühne.


1861 Wilhelm I. möchte im Rahmen einer Heeresreform die Armee in Preußen (die sich in der Vergangenheit als dem Monarchen treu ergeben gezeigt hatte) stärken. Sein Vorhaben droht am Widerstand des Abgeordnetenhauses zu scheitern.
1862 Otto von Bismarck, vorher als preußischer Gesandter in Paris, wird vom Kriegsminister nach Berlin berufen. Dort wird er am 21. September zum Ministerpräsidenten berufen. In der Hauptsache diente dies dem Ziel, die in Preußen geplante Heeresreform gegen das liberale Abgeordnetenhaus durchzusetzen.
  Fast dreißig Jahre lang wird Bismarck von nun an maßgeblich die Geschicke Preußens beeinflussen und steuern. Durch seine Diplomatie und die damit verbundenen außenpolitischen Erfolge erlangt er große Macht. In den ersten Jahren nach Amtsantritt führt er allerdings - de facto - eine Regierung ohne Verfassung.
1866 Aufgrund einer im September 1866 angenommenen Indemnitätsvorlage wird nachträglich die ursprünglich verfassungswidrige Regierung Bismarcks gebilligt.
1866/67 Bismarck gründet den Norddeutschen Bund.
1870/71 Deutsch-französischer Krieg.
1871 Am 18. Januar 1871 wird Wilhelm I. im Spiegelsaal von Versailles zum deutschen Kaiser proklamiert.
  Otto von Bismarck wird am gleichen Tage Reichskanzler.
  Er erklärt das Deutsche Reich zum saturierten Staat und leitet damit seine allgemein als geschickt und diplomatisch gewürdigte Außenpolitik ein.
1880 Domweihe in Köln: Am 18. Oktober 1880 in Anwesenheit des Kaisers der nunmehr nach Jahrhunderten endlich vollendete Kölner Dom geweiht.

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