Der „Schängel" ist die mundartliche Bezeichnung des Koblenzer Lausbuben. Jeder in der Stadt Geborene ist gemeinhin stolz, sich als ein solcher „Kowelenzer Schängel" bezeichnen zu dürfen.
Einen Eindruck, was es damit auf sich hat, erhalten wir jetzt. Dazu folgen wir der Clemensstraße Richtung Zentralplatz, biegen jedoch bald, noch bevor wir diesen wirklich erreicht haben, rechts ab in die Casinostrasse (etwas weiter hinten Gymnasialstrasse).
Vor dem Rathaus von 1695-1700 (heute Standesamt) befindet sich, etwas versteckt auf der linken Straßenseite, der Schängelbrunnen. Hier wird deutlich, was es mit diesem Lausbuben auf sich hat. Man achte - besonders im Sommer - auf die Wasserspuren (wer es nicht rechtzeitig kapiert, darf mit dem Spott seiner Mitreisenden rechnen ...).
Der Schängelbrunnen wurde 1940/41 von Carl Burger (lt. anderer Quelle: Karl Burger) gestaltet.