Rekultivierung im Braunkohle-Tagebau des Kölner Westens:
Der Boisdorfer See

Teil 3/4:

Zurück zum vorherigen Teil gehen ...

Wir wenden uns also zurück in die Richtung, aus der wir kamen. Klar, dort gab es etwas weiter hinten noch eine Weggabelung, somit auch noch einen weiteren, anderen Weg.

Raupenfahrzeuge formen eine Kuhle in das Gelände

Hinter dieser Gabelung entdecken wir recht bald zwei Raupenfahrzeuge, die den Boden tellerförmig gestalten. Offensichtlich soll hier im Gelände eine Kuhle geschaffen werden. Was der Sinn sein mag? Mit dem See jedenfalls hat dies noch nichts zu tun, er liegt noch einige Schritte weiter ...

Boisdorfer See: Entstehung im Oktober 2001

Hier stehen wir - vermutlich ungefähr am später geplanten Ufer des Boisdorfer Sees - vor einer Geländevertiefung mit beachtlicher Größe. Noch ist das entstandene Gewässer eher klein.

Einige Hintergründe aus einem Zeitungsbericht:
Als künftiges Naherholungsgebiet soll hier, genau zwischen den nicht mehr existierenden früheren Ortschaften Boisdorf und Mödrath (beide wurden im Zusammenhang mit dem Tagebau umgesiedelt), künstlich der Boisdorfer See geschaffen werden. Hierzu wird seit dem 31. August 2001 Grundwasser in eine vorher geschaffene Mulde gepumpt.
Insgesamt fast zwei Millionen Kubikmeter Wasser sollen es werden. Der ganze Vorgang wird laut Planung etwa zweieinhalb Jahre in Anspruch nehmen und einen quadratischen See von 500 Metern Seitenlänge und 25 Meter Tiefe schaffen.
Quelle: Kölner Stadtanzeiger (Ausgabe Erftkreis)     
Nr. 203 vom 1./2. September 2001     

Über die schwarze Zuleitung strömt kontinuierlich, bei Tag und Nacht und wochentags ebenso wie an Sonn- und Feiertagen weiteres Wasser in die Mitte des Sees.

Zuleitung von Grundwasser in den Boisdorfer See


Man sollte meinen, das ginge recht schnell. Trotzdem: erst binnen zwei Jahren wird der See so groß sein, wie geplant.

Das muß aber nicht unbedingt heißen, daß hier nicht schon im kommenden Sommer Naherholung für die Kerpener und Frechener Bevölkerung möglich ist. Leicht kann man sich vorstellen, hier im Rahmen einer Radtour oder eines Wanderausflugs eine beschauliche Pause mit Picknick einzulegen.



Der nächste Teil: Rückweg.

Alle Fotos und Text von CRaB.


Eine Seite zurück
Zurück zur Hauptseite